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Bildungs- und Teilhabepaket: Nur jedes siebte Kind profitiert von Teilhabeleistungen

kindDer Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) bemängelt, dass die Leistungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Höhe unzureichend sind und in der bestehenden Form schlicht nicht geeignet, Kinderarmut zu bekämpfen, Teilhabe zu ermöglichen und Bildungsgerechtigkeit sicherzustellen.
Nach einer aktuellen Expertise der Paritätischen Forschungsstelle profitierten zuletzt weniger als 15 Prozent der Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren im Hartz-IV-Bezug von den sogenannten „soziokulturellen Teilhabeleistungen“, mindestens 85 Prozent der Leistungsberechtigten wurden in der Praxis dagegen nicht erreicht. Notwendig sei die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Angebote der Jugendarbeit im Kinder- und Jugendhilfegesetz und die Einführung einer bedarfsgerechten, einkommensabhängigen Kindergrundsicherung.
DIE LINKE hat seit Jahren deutlich gemacht, dass es nicht sein kann, dass in einem reichen Land wie Deutschland Kinderarmut überhaupt ein Thema ist. Jedes Kind muss die gleichen Chancen haben, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Ohne eine bedarfsdeckende Kindergrundsicherung, die gesunde Ernährung, passende Kleidung und Schuhe sowie Bildungs- und Teilhabekosten abdeckt, werden wir an dem Symptom „Kinderarmut“ allenfalls herumdoktern und im besten Falle die Situation für die betroffenen Kinder abmildern.

Die Realität zeichnet jedoch auch im Kreis Mettmann ein trauriges Bild. So haben 6.108 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis unter 15 Jahren im Kreis Mettmann Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (Stand Juli 2018). Tatsächlich haben 638 von ihnen Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben erhalten. Das macht gerade einmal eine Teilhabequote von 10,4 Prozent aus. Ein Zustand der nicht hinnehmbar ist.
So lange Kinder und Jugendliche auf Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket angewiesen sind, sind Verwaltung und Kreispolitik gefordert. Wenn es dem Kreis Steinfurt gelingt, eine Quote von 80,8 Prozent auszuweisen (von 4.088 Kindern und Jugendlichen, erhielten 3.303 BuT-Leistungen), muss sich der Kreis Mettmann daran messen lassen. Die Kreistagsfraktion DIE LINKE wird nicht locker lassen und auch im Zuge der diesjährigen Haushaltsberatungen entsprechende Forderungen formulieren

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