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Mehr häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder befürchtet

nein zu gewaltZuhause bleiben - so lautet das Gebot der Stunde. Für viele Familien eine große Herausforderung, aber für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder mehr als das. Opferverbände befürchten einen Anstieg der häuslichen Gewalt gegen Frauen und Kinder und warnen: Die ohnehin unterfinanzierten und mangelhaft ausgestatteten Frauenhäuser werden in absehbarer Zeit an ihre Grenzen kommen. DIE LINKE in NRW schließt sich daher den Forderungen der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) an, damit ihre Einrichtungen von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern weiterhin Schutz anbieten können.
Nina Eumann, frauenpolitische Sprecherin erklärt dazu: „Dem Opferschutz muss in Zeiten von Corona mehr denn je Rechnung getragen werden. Dass es zu wenige Frauenhäuser gibt und diese viel zu oft schlecht ausgestattet sind,
wird jetzt zu einem massiven Problem. Da braucht es sofort eine unkomplizierte Regelung. Um dem Platzmangel entgegenzuwirken, sollten Kommunen deshalb von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und Kindern Übernachtungen in Hotels ganz unbürokratisch finanzieren. Kurzfristig muss die telefonische Erreichbarkeit der Frauenhäuser finanziell unterstützt werden."
 
Eine Liste mit Ansprechpartner*innen der örtlichen Beratungsstellen: HIER KLICKEN!
 
Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (Tel.-Nr.: 08000 116 016) im Netz:
Die Forderungen der ZIF im Wortlaut:
 
„1. Eine unkomplizierte Aufnahme von gewaltbetroffenen Frauen und ihren
Kindern ermöglichen und diesen z.B. in einem Hotel finanzieren, wenn
Aufnahme-Anfragen steigen oder ein Frauenhaus unter Quarantäne gestellt
wird.
 
2. Zur Vermeidung persönlicher Kontakte sollen Beratungen möglichst am
Telefon durchgeführt werden. Die Finanzierung niedrigschwelliger,
professioneller und telefonischer Übersetzungsdienste kann Beratung für
alle Frauen ermöglichen.
 
3. Die erhöhten telefonischen Anfragen hilfesuchender Frauen sollten durch
die Finanzierung eines Ausbaus der telefonischen Erreichbarkeit der
Frauenhäuser aufgefangen werden.
 
Wir wünschen uns eine schnelle, unbürokratische und bundesweite Lösung,
um den Gewaltschutz flächendeckend zu sichern. Neben den von uns genannten
Lösungsmöglichkeiten muss mit jedem Frauenhaus vor Ort über individuelle
und schnell wirksame Maßnahmen beraten werden."

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