deenfritptrues

Home

Damit Wohnen bezahlbar ist

wohnungenLaut der von der Landesregierung vorgelegten Wohnungslosenstatistik ist die Zahl der wohnungslosen Menschen in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr erneut angestiegen und zwar um 4,9 Prozent. Glaubt man den Zahlen, ist die Tendenz im Kreis Mettmann leicht rückläufig. So waren zum Stichtag (30. Juni 2019) 1.076 Personen von Wohnungslosigkeit betroffen. 753 von ihnen waren kommunal und ordnungsrechtlich untergebracht. Der traurige „Rest“ fristet sein Dasein auf der Straße. Unvorstellbar. Vor allem aber auch ein unerträglicher Gedanke, zumal auch Kinder von dieser Entwicklung betroffen sind. Eine Landesregierung die zuschaut, wenn sich der Wohnungsmarkt zunehmend den Bedürfnissen der Menschen verschließt und den Markt großen Immobilienkonzernen überlässt, ist nicht hinnehmbar. Ministerpräsident Laschet sollte bekannt sein, dass jedes Jahr mehr Wohnungen aus der Sozialbindung fallen als neue dazu kommen. Ein Grund zum Handeln scheint er nicht zu erkennen.
Aber auch der Kreis Mettmann und die kreisangehörigen Städte sind gefordert. Denn auch hier zeichnet sich ein düsteres Bild. Im Kreis Mettmann betrug der Bestand der geförderten Wohnungen zum 31.12.2018 nur noch 15.104. Und die Prognose bis zum 31.12.2030 erwartet einen Rückgang von minus 30,6%. Das heißt, es fallen bis zu diesem Zeitpunkt rund 4.628 Wohnungen aus der Bindung. Ein konsequentes Gegensteuern ist in keiner der kreisangehörigen Städte zu erkennen. DIE LINKE erneuert daher ihre Forderung eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft zu schaffen. Landrat Hendel wäre gut beraten, seinem Amtskollegen Wolfgang Spreen aus dem Kreis Kleve zu folgen. Dieser hatte Ende 2017 mit diesem Vorhaben für Überraschung gesorgt.
Die Situation auf dem Wohnungsmarkt im Kreis und der Verdrängungswettbewerb in den kreisangrenzenden Großstädten hätten auch Landrat Hendel längst in Alarmbereitschaft versetzen müssen. Niemand – weder Bund, Land, Kreis und Städte – können sich aus der Verantwortung ziehen. Der Landrat des Kreises Mettmann ist für rund 486.000 Einwohner*innen zuständig. Dazu gehört es auch den Wohnungsmarkt nicht nur statistisch zu erfassen, sondern dafür zu sorgen, dass Wohnen bezahlbar ist.
Fakt ist: Die öffentliche Hand unternimmt zu wenig um Abhilfe zu schaffen und verschiebt so lediglich die finanzielle Belastung. Es muss doch einleuchten, dass es sinnvoller ist in den sozialen Wohnungsbau zu investieren, statt hohe Mieten privater Vermieter mittels Wohngeldzuschüssen zu subventionieren. Diese Zuschüsse gehen verloren. Ein eigener Grundstücks- und Wohnungsbestand ist jedoch ein gesellschaftlicher Mehrwert, der sich auch in der Bilanz widerspiegelt.

Link1 | Link2 | Link3

Copyright © Kreistagsfraktion DIE LINKE ME. All Rights Reserved.

X

Right Click

No right click © Urheberrechte bei der Kreistagsfraktion DIE LINKE ME